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Historische Stadtmauer
Marktplatz 1
86720 Nördlingen
Deutschland
Beschreibung
Historische Stadtmauer
Die einzige Stadtmauer Deutschlands ist die Nördlinger Stadtmauer. Sie besitzt einen überdachten, begehbaren und vollständig erhaltenen Wehrgang. Die Nördlinger Stadtmauer umschließt die mittelalterliche Altstadt von Nördlingen komplett. Die Länge von der Nördlinger Stadtmauer beträgt etwa 2,6 Kilometer. Fünf Tore mit vier Tortürmen, zwei Bastionen und elf weitere Türme gehören zur Stadtmauer. Hier sind die Teile der Stadtmauer, die unter dem Erhaltungszustand sind. Dazu gehören: Baldinger Tor, Berger Tor, Reimlinger Tor, Deininger Tor, Löpsinger Tor, Oberer Wasserturm und Burgerweiher, Löwenturm (Pulverturm), Feilturm, Alte Bastei, Reissturm, Unterer Wasserturm, Spitzturm und Backofentürme.
Die Stadtmauer und ihre Geschichte
In 1327 Jahren begann der Bau der Stadtmauer. Es war auf Befehl Ludwigs des Bayern. Der Bau der Stadtmauer in 1327 Jahren ersetzte den alten Verteidigungswall. Man kann diesen alten Verteidigungswall noch heute sehen. Man kann es am Verlauf der Altstadtstraßen Drehergasse, Vordere Gerbergasse, bei den Kornschrannen, Neubaugasse und Herrengasse erkennen. Zwei Türme und vier Tore wurden zwischen 1536 und 1613 Jahren von Grund auf umgebaut. In dieser Zeit wurden außerdem drei starke Bollwerke, sieben Backofentürme und zwei Basteien errichtet. Die Nördlinger Stadtbefestigung widerstand während des Dreißigjährigen Krieges einer Belagerung durch kaiserliche Truppen. Es war im Jahr 1634 im Vorfeld der Schlacht bei Nördlingen. Die Bewohner der Stadt Nördlinger begannen die Teile der nun überflüssigen Stadtmauer ab 1803 Jahren abzutragen. König Ludwig I. von Bayern stellte die Mauer unter seinen Schutz in 1826 Jahren. Er untersagte auch den weiteren Abriss dieser Mauer.
Die Türme und andere Bauwerke der Stadtmauer
Feilturm
Dieser Turm stammt aus dem 14. Jahrhundert. Die Nördlinger nennen auch diesen Turm als Schuld oder Feilturm. Man vermutete, dass dieser Feilturm als Gefängnisturm genutzt wurde. Sie sieht wie ein zweistöckiger Rundaufsatz mit konkavem Kegeldach aus und erhebt sich über dem quadratischen Unterbau mit umlaufendem Wehrgang.
Alte Bastei
In 1554 Jahren begannen Lorenz Scheer und Caspar Waldberger der Bau der Alten Bastei. Dieses Bollwerk wurde in 1598 Jahren von Wolfgang Waldberger vollendet. In zwei Stockwerken konnte die Verteidigungsfestung zehn Geschütze aufnehmen. Die Freilichtbühne Nördlingen befindet sich heute in dem Bau der Verteidigungsfestung. Die Neue Bastei, die nicht mehr vorhanden ist, stand mit kantiger Mauerführung nordwestlich des Feilturms.
Oberer Wasserturm
Von 1469 bis 1471 Jahren wurde der obere Wasserturm errichtet. Der Fluss Eger fließt in die Stadt durch einen Bau. Dieser Bau ist sechsgeschossig und hatte den quadratischen Grundriss. Über den Stadtgraben floss kanalisierte Eger. Sie floss über einen Trog aus Eichenholz.
Löwenturm
In 1535 Jahren wurde erstmals der Löwen- oder Pulverturm erwähnt. Sie wurde zwischen die Geschützbrüstung in den Graben gesetzt. Als Batterieturm diente der Löwenturm zur weiteren Verstärkung dieser Mauerpartie. Der Löwenturm besteht aus drei Geschossen und hatte einen hufeisenförmigen Grundriss.
Spitzturm
Im 15. Jahrhundert wurde zwischen unterem Wasserturm und Baldinger Tor der Spitzturm erbaut. Er bekam diesen Namen wegen seines spitzen Turmhelms.
Backofentürme
Die Stadtbefestigung hatte zwischen Spitzturm und Oberem Wasserturm sieben Backofentürme. Es war zwei dahinter und fünf bis zum Baldinger Tor. Von 1480 bis 1520 Jahren entstanden diese Türme. Tannenturm ist Backofenturm Nr. 1, der neben dem Oberen Wasserturm liegt. Links vom Baldinger Tor befand sich Backofenturm Nr. 5, der den Namen Kolturm hat. Diese Backofentürme sind die einzigen beiden namentlich ausgewiesenen. Um 1810 Jahren wurde Backofenturm Nr. 2 abgerissen. Man kann noch heute den vermauerten Zugang sehen. An der Stadtmauer bestehenden außen noch sechs Backofentürme. Diese sechs Backofentürme dienten zur Nahverteidigung von Graben und Mauern ohne Geschütze.
Reißturm
In 1408 Jahren wurde erstmals der Name Reißturm erwähnt. Er befand sich nahe dem Reimlinger Tor. Man vermutete, dass der Reißturm von Hans Rews erbaut wurde. In 1644 Jahren erhielt er seine jetzige Gestalt. Eine schwebende Welsche Haube besitzt der runde Vorderbau.
Kasarmen
Die Kasarmen erstrecken sich der Mauerinnenseite. Sie sind direkt an der Stadtmauer, an den gebauten Häusern. In diesen Kasarmen wohnten einst die Stadtsoldaten.
Die Tore der Stadtmauer
Berger Tor
Die Straße nach Ulm sicherte das Berger Tor. Von 1435 bis 1436 Jahren wurde Berger Tor von Hans Rews, der der Baumeister war, errichtet. Die oberen Turmgeschosse bauten Caspar und Wolfgang Waldberger von 1574 bis 1575 Jahren. Seitdem erhielt das Berger Tor seine heutige Gestalt. Die kassettierte Tonne der Tordurchfahrt ist beachtenswert. Eine Kanonenkugel steckt noch heute im Mauerwerk aus dem Dreißigjährigen Krieg. Eine Münzsägewerkstatt und ein Café befinden sich heute im Inneren des Torturmes.
Reimlinger Tor
Die Straße nach Augsburg sicherte das Reimlinger Tor. Aus dem 14. Jahrhundert stammt das Reimlinger Tor. Das älteste Stadttor Nördlingens ist das Reimlinger Tor. Der Turmwächterstube, das wehrhafte Vorwerk und Geschützplattform kamen erst später hinzu. Das waren die Aufbauten.
Löpsinger Tor
Die wichtige Handelsstraße nach Nürnberg sicherte das Löpsinger Tor. Vor 1388 Jahren wurde es erbaut. Das Löpsinger Tor wurde im Jahre 1592 abgetragen. Das Löpsinger Tor wurde neu errichtet von Wolfgang Waldberger im Stil des Deininger Tores. Aus dem Jahr 1837 stammt die Sonnenuhr. Das Stadtmauermuseum ist heute im Löpsinger Tor auf etwa 42 Meter hohen untergebracht.
Baldinger Tor
Die Straße in Richtung Frankfurt am Main und Würzburg führt durch das Baldinger Tor. In 1376 Jahren wurde es erstmals erwähnt. Das Vorhaus vollendete in 1406 Jahren Meister Wenzel Parler. Unter der Leitung des Steinmetzen Conrad Stenglin wurde das Tor in 1430 Jahren neu erbaut. Dem Berger Tor ähnelte wohl ursprünglich die Torgruppe. Der Torturm wurde vor 1634 Jahren bei der Belagerung beschädigt. Ein Einlasspförtchen befindet sich neben der Tordurchfahrt. Im Mittelalter gelangten die Personen abends in die Stadt durch diese Einlasspförtchen. Es war dann, wenn das Tor bereits geschlossen war.
Deininger Tor
Die Straße in Richtung Wien und Regensburg sicherte das Deininger Tor. Das Deininger Tor ist dem Löpsinger Tor ähnlich, aber etwas schlanker ist. In den Turm drangen in 1634 Jahren die kaiserlichen Truppen während der Belagerung ein. Den Turm zündeten die Nördlinger daraufhin an. Am Ende des Dreißigjährigen Krieges entstand der heutige Aufbau. Dieser heutige Aufbau samt der geschwungenen Dachhaube und den zwölf Rundbogenfenstern.
Bewässerungseinrichtungen und Graben
Der Stadtgraben ist herum um die Mauer erhalten. Es war teils mit Wasser im Mittelalter gefüllt. Vom Wehrgang erkennt man einen ehemaligen Ablaufstollen. Heute dienten die Teile des ehemaligen Stadtgrabens als Parkanlagen.
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